Transportversicherungen

Für Spediteure, Frachtführer oder Transportunternehmen ist eine Transportversicherung (auch Güterschadenversicherung/Verkehrshaftung genannt) Pflicht. Ohne diese Pflichtversicherung erhalten Sie gemäß Güterkraftverkehrsgesetz keine Gewerbegenehmigung. Wir arbeiten in diesem Bereich seit vielen Jahren mit einer Vielzahl von Kunden zusammen und können daher die nötige Routine und Erfahrung aufbringen. Wir helfen Ihnen, das passende Deckungskonzept zu erstellen und unterstützen Ihr Unternehmen im Schadenfall.


In diesem Bereich bieten wir unter anderem folgende Versicherungen an:

Die Verkehrshaftung für Frachtführer wird auch CMR-Versicherung genannt. Das Kürzel kommt aus dem Französischen und heißt Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route. Ins Deutsche übersetzt: Internationale Vereinbarung über Beförderungsverträge auf Straßen.

Die CMR-Versicherung ist eine Haftpflichtversicherung gegenüber dem Auftraggeber/Eigentümer der zu befördernden Ware. Versicherungsschutz erhalten Sie sowohl für die gesetzliche Haftung als auch für die vertragliche Haftung im Rahmen Ihrer entgeltlichen Frachtführertätigkeit.


In der Speditionsversicherung sind alle Verkehrsverträge des Spediteurs als Auftragnehmer versichert. Dazu zählen sämtliche Arten der Tätigkeit eines Spediteurs. Egal ob Speditions-, Fracht-, Vermittlungs- oder sonstige Tätigkeiten, die zum Speditionsgewerbe und den dazugehörenden Geschäften gehören. Die Mindestkonditionen für die Speditionsversicherung  sind in den Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen geregelt.


Die spezielle Versicherung für den Umzugs- und Möbelverkehr mit der Option, auch einzelne Warenlieferungen und Projekte zu versichern.


Die Haftungsversicherung für alle Unternehmen, die gewerbliche Bergungs-, Abschlepp- und Kranmaschinen nutzen.


Versicherungserweiterung für Subunternehmer

Mehr Schutz für Sie und Ihre Subunternehmer: mitversichert sind damit Dritte (Subunternehmer), die Waren für den Hauptunternehmer mit eigenen Fahrzeugen transportieren

Havarie-Grosse-Erweiterung

Havarie-Grosse (also große Havarie) liegt dann vor, wenn ein Schiff bzw. ein Kapitän zur Rettung bei unmittelbarer, gemeinsamer Gefahr für Schiff und Güter außergewöhnliche Aufwendungen (z.B. Bergung) oder Aufopferung (z. B. Seewurf, Strandung, Veranlassung einer Flutung) erbringt. Nötig ist diese Erweiterung dann, wenn Güter ganz oder zum Teil mit einer Fähre oder einem Schiff befördert werden.

Wechselbrücken-Erweiterung

Zusätzlich versichert sind damit (fremde) Wechselbehälter, Anhänger, Container, Sattelauflieger oder sonstige Objekte, die zur Ausführung der Güterbeförderung überlassen werden.

Kabotage-Erweiterung

Der Begriff Kabotage kommt ursprünglich aus der Schifffahrt. Gemeint ist damit im Speziellen die Küstenschifffahrt, also Fahrten von Hafen zu Hafen oder auch von Kap zu Kap. Heutzutage bezeichnet man damit das Erbringen von Transportdienstleistungen innerhalb eines Landes durch ein ausländisches Verkehrsunternehmen. Die Kabotage-Erweiterung bietet Ihnen Deckungsschutz für die Beförderung innerhalb europäischer Staaten. Dieser umfasst die Haftung nach nationalen Rechtsvorschriften der einzelnen europäischen Staaten.

Warentransportversicherung

Transportunternehmen können mit einer Warentransportversicherung ihre Waren in möglichen Schadenfällen zusätzlich absichern, wenn die Deckungssumme der Haftungsversicherung nicht ausreichen sollte. Das kann der Fall sein, wenn das Transportgut zum Beispiel besonders wertvoll ist. Vor allem im Totalschadenfall reicht in der Regel die normale Haftungsversicherung nicht aus, um die nötige Deckung zu erhalten. Wichtig dabei: diese Versicherung umfasst sowohl fremde als auch eigene Güter.

Transport-Folgeschaden-Versicherung

Auch die Versicherung von Sachfolge- und Vermögensschäden ist möglich. Transportgüter, die durch ein versichertes Ereignis beschädigt werden oder ausfallen, stehen am Bestimmungsort zum vereinbarten Zeitpunkt nicht zur Verfügung und verursachen somit Kosten.

Folgende Folgeschäden sind versicherbar:
  • Produktausfall
  • Betriebsunterbrechung
  • Konventional- und Vertragsstrafen
  • Nicht rechtzeitiges Eintreffen von Saison-Artikeln, Textilien und Genussmitteln

Autoinhaltsversicherung

Eine Autoinhaltsversicherung, auch Werkverkehr genannt,  bietet einen komfortablen Versicherungsschutz für den Verlust oder die Beschädigung der versicherten Güter für Spediteure, Groß- und Einzelhändler, Handwerk und Hersteller.

Versichert sind beispielsweise:
  • Arbeitsgeräte, Maschinen und Werkzeuge im Fahrzeug
  • Handelsware und Kundengüter
  • fremdes Eigentum (z. B. geleaste Geräte)
Gegen folgende Schäden sind ihre Güter versichert:
  • Einbruch und Raub in Ihr Kraftfahrzeug
  • Unfall des Transportmittels
  • Brand, Blitzschlag, Explosion und Elementarereignisse
  • Entwendung, Diebstahl oder Unterschlagung ihres Kraftfahrzeuges

 


Um Ihnen einen besseren Überblick über die rechtliche Haftung zu verschaffen, haben wir jeweils eine Tabelle mit den relevanten Informationen für Frachtführer, Spediteure und Lagerhalter erstellt:

Frachtführer
Rechtsgrundlage §§ 407-450 HGB
Haftungsumfang Güterschäden (Verlust, Beschädigung), Verspätungsschäden, reine Vermögensschäden (möglich im Ausnahmefall)
Haftungsgrenzen National International
Bei Güterschäden Gesetzliche Haftung bis 8,33 SZR*/kg, vertragliche Haftung bis zu 40 SZR*/kg möglich Gesetzliche Haftung bis 8,33 SZR*/kg
Lieferfristüberschreitung bis zum 3-fachen des Frachtentgeltes bis zur Höhe des Frachtentgeldes
Sonstige Vermögensschäden bis zum 3-fachen des Betrages, der bei Verlust zu zahlen wäre keine Haftung für Vermögensschäden
Veränderungen der Haftungsgrenze National International
Durch AGB bis 40 SZR*/kg (§ 449 HGB), durch Individualabrede zum Vorteil des Auftraggebers Deklaration des Wertes gemäß Art. 24 CMR, Deklaration des Interesses gemäß Art. 26 CMR

* SZR = Sonderziehungsrechte

 

Spediteur (Bei Fracht- und Speditionsgeschäften)
Rechtsgrundlage §§ 453-466 HGB
Haftungsumfang Güterschäden (Verlust, Beschädigung), Verspätungsschäden, reine Vermögensschäden

Haftungsgrenzen
HGB ADSp

Güterschäden: max. bis 8,33 SZR/kg

 

Sonstige Vermögensschäden: unbegrenzt

Schäden aus Umschlagstätigkeit: 5€/kg


Schäden aus Beförderung: Wert bis zur frachtrechtlichen Haftungsbegrenzung


Sonstige Vermögensschäden: 3-facher Betrag wie bei Güterschäden, max. 100.000 €

pro Schadenfall**: max. 1 Mio. € oder 2 SZR/kg* bzw. pro Schadenereignis**: 2 Mio. € oder 2 SZR/kg*

Veränderungen der Haftungsgrenze Durch AGB bis 40 SZR/kg oder Individualabrede ohne Einschränkung

 


*    Je nachdem, welcher Betrag höher ist.

** Mehrere Schadenfälle können Teil eines Schadensereignisses sein. Ein Beispiel: Ein LKW, der Waren von 4 verschiedenen Auftraggebern transportiert, ist in einen Unfall verwickelt. Der eigentliche Unfall stellt ein Schadenereignis dar; die Waren der verschiedenen Auftraggeber jeweils einen Schadenfall. Somit bestehen insgesamt 4 Schadenfälle, da Ansprüche von 4 Auftraggebern entstanden sind.

Lagerhalter
Rechtsgrundlage §§ 467-475h HGB
Haftungsumfang Güterschäden (Verlust, Beschädigung), Güterfolgeschäden gem. BGB, reine Vermögensschäden gem. BGB

Haftungsgrenzen
HGB ADSp
Keine gesetzlichen Grenzen

Güterschäden: 5€/kg, max. 5000€ je Schadenfall, 25.000€ je Inventurdifferenz


Andere als Güterschäden: 5.000€, max. 2 Mio. € je Schadenereignis

Veränderungen der Haftungsgrenze Durch Individualabrede ohne Einschränkung

 

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Dr. Tina Exenberger Juristin Gewerbe Sach und Industrie Transportversicherungen


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Thomas Konrad Bachelor of Business Administration (BBA) Gewerbe Sach und Industrie


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